Die Fachstelle

Auf dieser Seite findest du / finden Sie Informationen zur Zusammenstellung und Positionierung des Teams der Fachstelle #MehrAlsQueer sowie Informationen zur Haltung des Teams. Auf dieser Seite werden dir / Ihnen auch unsere Ziele vorgestellt, die auch Informationen zur Zielgruppe beinhalten.

Direkt zum Thema:

Team

Unser vielfältiges Team bringt unterschiedliche gesellschaftliche Positionierungen und fachliche Kompetenzen mit. Wir vereinen Kenntnisse zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt mit rassismuskritischen und migrationspädagogischen Perspektiven. Unsere Kompetenzfelder sind unter anderem Anti-Bias Ansätze, geschlechtersensible Pädagogik, Social Justice Konzepte und Anti-Diskriminierungsarbeit. Einzelne von uns haben eine Ausbildung als Empowerment Trainer_in, Systemische Therapeut_in (i.A.) und sind geschult in Tanz- und Bewegungstherapie oder Supervision (i.A.). Als Team haben wir einen wissenschaftlichen Hintergrund in Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Islamwissenschaften und verschiedenen Sozialwissenschaften.

Haltung

Bei #MAQ arbeiten wir mit folgender Haltung:

  • Wir wollen einen Perspektivwechsel ermöglichen durch Dialog und Erfahrungsaustausch. Wir streben nach einer Stärkung von Gemeinsamkeiten durch die gleichzeitige Anerkennung von Unterschieden innerhalb und zwischen verschiedenen LSBTIAQ* , migrantischen, BPoC und Geflüchteten Communities.
  • Wichtig ist für uns die Akzeptanz religiöser Glaubens- und Lebenswelten sowie eine Sensibilität gegenüber allen Formen von Diskriminierung statt Opferkonkurrenzen.
  • In unserer Praxis denken wir unsere eigenen Erfahrungen in Bezug auf Privilegien und Diskriminierung sowie die von Menschen und Gruppen, mit denen wir arbeiten, solidarisch und machtkritisch mit.
  • Wir sind ein Team bestehend aus Menschen mit und ohne eigene Rassismuserfahrung. Unsere Zusammenarbeit im Team ist ein gemeinsamer Lern- und Reflektionsprozess, den wir als Ressource für unsere Arbeit mit anderen Teams sehen.
  • Die Empowermentarbeit für queere Menschen mit Rassismuserfahrungen wird von queeren Mitarbeiter_innen mit eigenen Rassismuserfahrungen gestaltet und begleitet.
  • Wir bemühen uns um Anerkennung und Ressourcenorientierung statt Defizitorientierung.
  • Wir arbeiten vertraulich, bedarfsorientiert und landesweit.

Ziele

“Bist du lesbisch oder Migrant_in? – Nein!” – so warb ein Plakat 2009 für eine von der Berliner Organisation LesMigraS initiierten Studie zu Mehrfachzugehörigkeiten und war eine der ersten ihrer Art. Die Themen Migrations- und Rassismuserfahrung sowie LSBTIAQ* Identitäten werden ansonsten meist isoliert voneinander betrachtet. Auch auf gesellschaftspolitischer Ebene, in Selbsthilfeorganisationen und Einrichtungen der Sozialen Arbeit werden diese Themen oft getrennt voneinander behandelt. Dadurch werden Menschen, die von Rassismus sowie LSBTIAQ*-Feindlichkeit gleichzeitig betroffen sind, unsichtbar gemacht. Dabei haben Menschen, die von verschiedenen und sich überschneidenden Diskriminierungen betroffen sind, spezifische Erfahrungen, die nicht so klar nur einer Diskriminierungsebene zuzuordnen sind. In NRW werden diese Erfahrungen von schätzungsweise einer Viertelmillion Menschen gemacht.

Im öffentlichen Diskurs werden die Zugehörigkeiten LSBTIAQ* sowie BPoC, mit Flucht- und Migrationsgeschichte häufig sogar nicht nur als Gegensatz gesehen, sondern auch als mit Problemen behaftet empfunden. Homo- und Trans*feindlichkeit wird von rechtspopulistischen Akteur_innen bei Einwander_innen verortet und weiterhin bestehende Stereotypisierung und Diskriminierung von LSBTIAQ* in der Gesamtgesellschaft Deutschlands dabei ausgeblendet.

#MAQ möchte Sichtbarkeit und Verständnis für Mehrfachdiskriminierung schaffen, Menschen mit Mehrfachzugehörigkeit stärken und für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in ihrer Verschränkung mit Rassismus sensibilisieren.

Unsere Beratungs- und Sensibilisierungsangebote richten sich an Träger_innen und Multiplikator_innen der:

  • haupt- und ehrenamtlichen LSBTIAQ*- Selbsthilfe und Communitys
  • Sozialen Arbeit, Beratungs- und Bildungsarbeit
  • migrantischen Selbstorganisationen
  • Empowermentstrukturen von Menschen mit Rassismuserfahrungen
  • Verbände und Vereine religiöser Gemeinschaften
  • Einrichtungen der Migrations- und Integrationsarbeit

#MAQ fördert und organisiert die Vernetzung von lokalen LSBTIAQ*, migrantischen, Geflüchteten sowie BPoC Selbstorganisationen, Integrationsagenturen, religiösen Verbänden und Vereinen mit dem Ziel, perspektivisch gemeinsame Veranstaltungen und Projekte durchzuführen. Das zentrale Ziel ist das Empowerment, insbesondere die Schaffung und Stärkung eigener Strukturen von und für Queers of Color in NRW.

Mit der vermehrten Flucht von Menschen nach Deutschland in den Jahren 2015 und 2016 wurden bereits Angebote in NRW für queere geflüchtete Menschen geschaffen. Dabei ist es wichtig, von der akuten Nothilfe und Unterstützung für geflüchtete LSBTIAQ* hin zu langfristiger Teilhabe, Interessensvertretung und Repräsentation zu gelangen. Außerdem möchte #MAQ die Vielfalt der Migrationsgeschichten sichtbar machen und neu nach Deutschland geflüchtete Menschen mit Menschen anderer Einwanderungsgenerationen und -biografien zusammenbringen.

News

Stellenausschreibung: Projektreferent_in (i/m/t/w | 50% | 19,93 Std./Woche)

Stellenausschreibung:  Die 2019 neu gegründete Fachstelle #MehrAlsQueer sensibilisiert, berät, vernetzt und qualifiziert Fachkräfte, Teams und Organisationen zu Mehrfachdiskriminierungen von Queeren Menschen of Color/ mit Flucht- und Migrationsgeschichte. Sie arbeitet mit den Strukturen der LSBTIAQ* Arbeit, mit Migrantischen Selbstorganisationen (MSO) und den Strukturen der Migrations- und Integrationsarbeit in NRW zusammen. Das Team der Fachstelle #MehrAlsQueer unter Träger_innenschaft des Landesverbandes Schwules Netzwerk…

Integrationskongress: Kampagne #IchDuWirNRW

Am 18.11.2019 fand der Integrationskongress 2019 in Solingen unter dem Motto #IchDuWirNRW im Dialog – Was uns ausmacht, was uns stark macht statt Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) veranstaltet den Kongress für das Fachpublikum alle zwei Jahre. Dieses Jahr in Zusammenarbeit mit der Stadt Solingen. In verschiedenen Workshops und Fachforen wurden über zentrale Themen für Menschen…

Material

Bücher

Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten

Warum ist es eigentlich so schwer, über Rassismus zu sprechen?
Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden.

Termine

Gender als Performance: Kommunikation und Körpersprache

1.2.2020, 11.00-18.30 Uhr
RUBICON Köln

Workshop mit Stephanie Weber, M.A. Medienpädagogin, Dipl. Soziale Arbeit, Lehrbeauftragte FH Bielefeld, gender- und medienpädagogische Seminare und Workshops, Medienproduktionen und Veröffentlichungen zum Thema „Gender als Performance“, leitet den She’s the man* Drag King Workshop.

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